SPDqueer verurteilt Diskriminierung von Homosexuellen durch verkürzte Bibelauslegung

Artikel teilen:

Drucken

Die dargestellte Empörung einzelner Gemeindemitglieder aus dem MT Bericht „Kirche darf Segen nicht verweigern“ vom 11. Mai sorgt für Unverständnis bei der SPDqueer (Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung).

Marcel Niemann SPDqueer Cloppenburg Vorsitzender

Cloppenburg. Die SPDqueer zeigt sich von der zunehmenden Akzeptanz in den Kirchengemeinden sichtlich erfreut und begrüßt die Aussagen von Pfarrer Bertram Althausen zum „Segen für alle“. Diese Worte trafen allerdings nicht überall auf Zustimmung.

„Vorwürfe seien, dass Homosexuelle mit der Kirche nichts zu tun haben wollen. Das sind schlicht Angaben ins Blaue hinein. Fakt ist, dass  der Anteil von Agnostikern bei Homosexuellen nicht nennenswert höher als bei Heterosexuellen ist“, berichtet der Vorsitzende Marcel Niemann.

Weiter berichtet er „Die gleichgeschlechtliche Ehe mit Inzest, Pädophilie und Sodomie in einem Atemzug zu nennen ist schlichtweg ein Ausdruck unverfrorener Homophie. Wer in der Bibel das Gesetz der Sexualitäten sieht, hat den Kontext verfehlt.“

„Im 21. Jahrhundert sollte es jedem selbst überlassen sein, den Glauben und die Sexualität frei zu wählen“, ergänzt der stv. Vorsitzende Maximilian Vornhagen. 

Die Aufregung der letzten Tage hat jedoch deutlich gemacht, dass noch einige Aufklärungsarbeit und Engagement für mehr Toleranz erforderlich ist. Wir haben noch nicht alle Köpfe und Herzen der Menschen erreicht.

Lesermeinung vom 14. Mai 2019:

MT-Bericht vom 11. Mai 2019:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.