SPDqueer und SCHLAU fordern mehr Aufklärung

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„Aufklärung ist nicht nur die Aufgabe von Erziehungsberechtigten“ stellen die SPDqueer und SCHLAU bei ihrem Treffen in Cloppenburg fest. Beide Gruppen kritisieren, dass Mobbing und Ausgrenzung an Schulen noch längst nicht der Vergangenheit angehöre.

Mehr als 80% aller Schüler können sich an negative Bemerkungen über LSBT*Personen (Homo-, Bi- und Transsexuelle) erinnern. „Dies führe dazu, dass über 2/3 ihre Sexualität häufig verheimlichen“, erzählt Thorben Papst von der Projektleitung SCHLAU Oldenburg.

Lediglich 1/3 der Neuntklässler weiß, dass man sich seine sexuelle Orientierung nicht aussuchen kann.

SPDqueer und SCHLAU bei ihrem Treffen in Cloppenburg

SCHLAU stellt sich den Fragen der 7.-13. Klässler und sorgt in einem 2-4 stündigen Schulworkshop für die Akzeptanz der gesellschaftlichen Vielfalt.

Eine Schule sollte die „selbstbestimmende Entwicklung“ der individuellen Persönlichkeit fördern, weshalb es auch speziell Veranstaltungen für die Lehrer gibt.

Im vorherigen Jahr hat SCHLAU bereits mehr als 260 Veranstaltungen vollbracht. „Wir hören ausschließlich positives Feedback von Schülern und Lehrern, da wir neben dem Workshop auch Vor- und Nachbereitungen treffen“, berichtet Nico Kerski von SCHLAU Niedersachsen.

Die Anfragen von Schulen aus dem Kreis Cloppenburg seien noch „marginal“.

„Ein solch gutes Angebot sollte auch unseren Schülern und Lehrern nicht verwehrt bleiben“, wünscht sich der Vorsitzende Marcel Niemann von der SPDqueer und hofft auf „starke“ Buchungsanfragen nach dem Bericht.

Bei steigender Nachfrage hofft der Stellvertreter Maximilian Vornhagen auf „finanzielle Unterstützung“ vom Kreis für die hauptsächlich „ehrenamtlichen“ Mitarbeiter von SCHLAU.

Interessierten empfiehlt es sich über www.schlau-nds.de Kontakt aufzubauen.

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